Das „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ ist eine Kooperation zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, der Wohnungswirtschaft und weiteren Akteuren des Immobilienmarktes. Ziel ist es, ausreichend neuen Wohnraum zu schaffen, bezahlbares Wohnen zu sichern und gleichzeitig eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung zu fördern.
Das Bündnis wurde erstmals 2011 unter dem damaligen Ersten Bürgermeister Olaf Scholz ins Leben gerufen und seitdem mehrfach fortgeschrieben. Zu den Partnern gehören u. a. städtische Wohnungsunternehmen, private Projektentwickler, Genossenschaften sowie Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft.
Kerninhalte des Bündnisses sind konkrete Zielzahlen für den Wohnungsneubau – mindestens 10.000 genehmigte Wohnungen pro Jahr – sowie eine feste Quote für geförderten Wohnungsbau, um auch Haushalten mit mittlerem und geringem Einkommen Zugang zu Wohnraum zu ermöglichen. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, zur Bereitstellung von Bauland und zur Nachverdichtung bestehender Quartiere vereinbart.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die enge Abstimmung zwischen Politik und Wirtschaft: Regelmäßige Gespräche sorgen dafür, dass Herausforderungen wie steigende Baukosten, Fachkräftemangel oder regulatorische Anforderungen gemeinsam adressiert werden.
Insgesamt gilt das Bündnis, welches am 18. März 2026 zum vierten Mal erneuert wurde, als ein zentrales Instrument der Hamburger Wohnungspolitik. Es trägt dazu bei, Neubauziele verbindlich festzulegen, Investitionen zu sichern und die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und sozialer Verantwortung im Wohnungsmarkt zu wahren.





