In der Immobilienwirtschaft werden die Begriffe Greenfield und Brownfield verwendet, um den Entwicklungszustand von Grundstücken zu beschreiben.
Als Greenfield-Standorte bezeichnet man unbebaute oder bisher nicht für eine bauliche Nutzung entwickelte Flächen, die meist am Stadtrand oder in neu entstehenden Entwicklungsgebieten liegen. Diese Grundstücke bieten Investoren und Projektentwicklern den Vorteil, dass Bauvorhaben ohne Rücksicht auf bestehende Gebäude geplant und umgesetzt werden können. Dadurch lassen sich moderne Nutzungskonzepte oft effizienter realisieren. Gleichzeitig sind jedoch häufig Erschließungsmaßnahmen erforderlich, beispielsweise für Straßen, Ver- und Entsorgungsleitungen oder den öffentlichen Nahverkehr. Je nach Entwicklungszustand des Grundstücks kann die Baurechtschaffung länger dauern, zum Beispiel bei Baumbestand auf dem Grundstück oder häufig erforderlichen Artenschutzgutachten.
Unter Brownfield-Standorten versteht man hingegen bereits genutzte oder bebaute Grundstücke, deren ursprüngliche Nutzung aufgegeben wurde. Dazu zählen beispielsweise ehemalige Industrie-, Gewerbe- oder Logistikflächen oder auch alte Einfamilienhäuser auf großen Grundstücken, die für Nachverdichtungsmaßnahmen genutzt werden. Die Entwicklung solcher Areale bietet die Chance, bestehende Infrastruktur zu nutzen und innerstädtische Flächen zu revitalisieren. Allerdings können Brownfield-Projekte mit höheren Risiken und Kosten verbunden sein, etwa durch den Rückbau bestehender Gebäude, die Beseitigung von durch vorherige Nutzungen entstandene Altlasten oder komplexe Genehmigungsverfahren. Auch die Kaufpreisgestaltung bei Brownfields kann komplexer sein, da die Verkäufer häufig noch einen Wert in der bestehenden Bebauung sehen, diese für die Käufer aber eher wertmindernd ist, da Abrisskosten entstehen.





